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Das Schreiben liegt auf dem Schreibtisch: eine Abmahnung, unterschrieben vom Vorgesetzten. Viele Arbeitnehmer unterschreiben reflexartig die Empfangsbestätigung — und verschenken damit wertvolle Zeit. Denn nicht jede Abmahnung ist automatisch wirksam. Das Arbeitsrecht stellt klare Anforderungen an Inhalt, Form und Zeitpunkt einer Abmahnung. Wer diese kennt, kann gezielt reagieren.

Der Brief liegt auf dem Schreibtisch, der Vorgesetzte schaut nicht mehr auf — und plötzlich halten Sie eine Abmahnung in der Hand. Das fühlt sich bedrohlich an, ist aber noch kein Urteil. Eine Abmahnung ist nach § 314 Abs. 2 BGB die arbeitsrechtliche Vorstufe zur verhaltensbedingten Kündigung: Sie rügt ein konkretes Fehlverhalten, fordert zur Verhaltensänderung auf und droht für den Wiederholungsfall mit der Kündigung.
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